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Für internationale Projekte werden häufig Materialien nach dem ASME-Code ausgeschrieben. I. d. R. haben diese europäische Entsprechungen und können mit Doppelzertifikaten bezogen werden. Im Werkszeugnis werden dann beide Normen bestätigt, ebenso werden beide Bezeichnungen werkseitig auf das Material gestempelt. Typische ASME-Edelstahlwerkstoffe sind 304L, 316L und 321 – wir haben hinsichtlich Beschaffung, Dokumentation und Verarbeitung Erfahrung und Referenzen.

Das Rohrsystem besteht aus mehreren Teilrohrleitungen, die Behälter und Anlagenteile – z. B. Ventilatoren, Wärmetauscher, Absorber, Katalysator, UV-Reaktor – miteinander verbinden. Die Herausforderung liegt darin, dass die Teilleitungen unterschiedliche Temperaturniveaus haben und dass diese Betriebszustände zusätzlich wechseln können. Die Anlagenplanung (das Design mit Materialwahl und Querschnitten) übernimmt der Kunde, wir ergänzen Blechdicken, Kompensatoren, Los-, Gleit- und Festlager sowie wärmetechnische Entkopplungen.

Die Sonderrohrleitung ist Teil einer Abluftbehandlungsanlage bei BASF in Antwerpen. Kundenseitig werden Fertigungszeichnungen und Stücklisten bereitgestellt. Alle Schweißungen sind mit geprüften Schweißern vorzunehmen, die Schweißverfahren sind durch Verfahrensprüfungen zu belegen. Die Anforderungen an Schweißfachbetriebe nach DIN EN ISO 3834 – Teil 2 ist zu erfüllen. Nach Prüfung der Gasdichtigkeit werden Heizschlangen auf der Rohrleitungsoberfläche verlegt, im Anschluß erfolgt eine Isolierung mit Mineralwolle.

In Industrieanlagen fallen häufig Abluft- oder Abwasserströme an, die chemisch oder thermisch nachbehandelt werden müssen, alternativ können auch Filteranlagen eingesetzt werden. Das jeweilig sinnvolle Verfahren wird vom Kunden oder Planer festgelegt, die passenden Behälter konstruieren wir und stellen wir her – typische Blechdicken liegen bei 3 – 6 mm, als Werkstoffe kommen i. d. R. Edelstahl 1.4301 oder 1.4571 zum Einsatz, in besonders kritischen Fällen kann eine zusätzliche Innenbeschichtung (z. B. Gummierung) erfolgen.

Gummierungen sind ebenfalls Innenbeschichtungen, die jedoch einige mm dick aufgetragen werden. Die chemische Beständigkeit ist abhängig vom Gummierungstyp und kann sehr hoch sein. Gummierungen sind gegenüber abrasiven Medien, also Medien mit festen scharfkantigen Bestandteilen, wesentlich stabiler als andere Beschichtungen. Die Innenoberflächen des Behälters sowie die Schweißnähte müssen fehlerfrei – ohne Kanten, ohne Poren – gefertigt und geschliffen werden, bevor die Gummierung aufgebracht werden kann.

Zyklone werden als Fliehkraftabscheider konzipiert – und damit auch als Filter eingesetzt. Die Konstruktion ist robust und enthält keine Filtermedien (wartungsarm). Über die tangentialen Medieneinläufe wird das Ausgangsmedium eingeblasen. Feste und schwerere Bestandteile werden durch die Schwerkraft nach unten geführt und über Schleusen geleitet oder z. B. in Staubsammelkästen aufgefangen.